„Hochglänzende Glattleder“, Lackleder und sog. normales Glattleder
Hochglanzleder bzw. Lackleder - sind sehr empfindlich und man sieht Kratzer, Abschürfungen oder Ablederungen sofort. Werden solche Leder regelmäßig genutzt, alltäglich eingesetzt, kommt es schnell zu Gebrauchs- und oder Verbrauchsspuren. Sie sehen schneller verschlissen aus.
Andere Glattleder sind ebenfalls empfindlich, haben aber oft den Vorteil, dass aufgrund der Weichheit des Materials die Kratzspuren verhindert werden bzw. die matte Oberfläche auch Schäden abweisen kann. Das menschliche Auge sieht „Macken“ auf hochglänzendem Leder oder Lackleder schneller als auf mattem Leder.
Bei Hochglanzleder ist das Wichtigste:
- Kratzer nach Möglichkeit erst garnicht zulassen
- Abstauben mit größter Vorsicht, Mikrofasertücher sind meist nicht geeignet
- absaugen mit entsprechender Düse (nicht alle Polsterdüsen sind für Hochglanzsofas geeignet)
Man findet im Fachgeschäft die verschiedensten Produkte; aber welche sind ok?
Grundsätzlich sollte man sich nach den Empfehlungen des Herstellers richten.
Bei Schadensersatzansprüchen wird zu gerne auf das falsche Pflegemittel hingewiesen.
Sofern man keine Empfehlung vorliegen hat und auch kein Musterstück sollte man sich im Fachgeschäft beraten lassen und am Objekt einen Test durchführen – selbstverständlich dort, wo er so gut wie nicht sichtbar ist. Einige Pflegeprodukte können kleine Kratzer/Abschürfungen optisch gut wieder auffüllen. Jedoch längst nicht alle. Spezielle Werkstätten können auch größere Kratzer behandeln, aber auch dort sind keine Wunder möglich.
Leder ist und bleibt ein natürlicher Stoff, der durch eine Vielfalt von Einflüssen geprägt sein kann.
Ratscher von Pflanzen, Dornen, Insekteneinstichen, etc. können Unebenheiten verursacht haben.
So ist es auch vorstellbar, dass die Hochglanzleder und Lackleder intensiv nachbearbeitet worden sind.
Je dünner und glatter das Leder umso empfindlicher ist es. Auch muss die Qualität im Gerben gegeben sein.
Sonneneinstrahlung, grelles Licht und übermäßige Wärme mag Leder gar nicht; hier sind Austrocknen und Verfärbungen die Folge.
Vorsicht ist bei der Pflege geboten:
weiche saubere Tücher benutzen, noch so kleine Krümel im Reinigungstuch - die Kratzer wären vorprogrammiert;
einige Reinigungsmittel haben Lösungsmittel: diese können die Oberfläche plötzlich matt, stumpf, abgenutzt aussehen lassen;
Reinigungsbenzin auch immer erst an nicht sichtbaren Stellen ausprobieren;
Komi-Präparate: sind nicht unbedingt zu empfehlen; entweder Sie reinigen oder Sie pflegen;
Bienenwachs kann die feinen Poren verstopfen – sollte auch reiflich überlegt sein.
Es ist doch passiert – der Flecken ist da!
Umsichtig vorgehen – nicht wild darauf los rubbeln – sie erhalten eher eine Speckschwarte.
Feuchtigkeit zügig aufnehmen, evtl. mit lauwarmen Wasser nachbehandeln.
Je länger die Feuchtigkeit eingezogen ist, umso weniger Chance hat man, diesen Flecken zu entfernen;
Farblose Radierer sind bei manchen Flecken ein Ratgeber,
Kopfauflagen von Sofas ggf. mit einem kl. Anteil Essigessenz reinigen;
Kernseife als Reinigungsmittel auch erst vorsichtig an nicht sichtbaren Stellen ausprobieren; Kernseife gilt immer noch als ein Mittel der Wahl;
Bitte achten Sie auf Ihre eigene Garderobe: es kommt nicht selten vor, da trägt man eine neue modische Jeans und die Couch freut sich über einen „Farbanstrich“.
Das gleiche gilt für lackierte Fingernägel: einige Hochglanzküchen zeigen, welche Farben die Besitzer tragen!