Glückauf, ist zukünftig die Devise im AQUApark Oberhausen, der im Dezember 2009 als erstes Bergbau-Freizeitbad in Deutschland eröffnet wird. Die Schwimmerinnen und Schwimmer tauchen gewissermaßen ein in die vom Bergbau geprägte Vergangenheit der Region: von der Decke hängende Kauenhaken, im Kassenbereich leuchtende glühende Kohle, und eine Wasserrutsche führt von der Nachbildung eines 18-Meter hohen Förderturms in die Tiefe.
Nach 16 Monaten Bauzeit wurden die Becken langsam mit Wasser befüllt. Es werden insgesamt 2,6 Millionen Liter Wasser benötigt, um den AQUApark badetauglich zu machen.
Das Vereinsbecken ist das größte Becken mit einer Fläche von 422 Quadratmetern. Dort können auf sechs Bahnen Schulklassen und Vereinsschwimmer ihre Bahnen ziehen. Am 4. Dezember 2009, dem Namenstag der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, feierten Auftraggeber OGM GmbH, Planer und ausführendes Unternehmen die Fertigstellung der 20-Millionen-Investition.
Ab dem 19. Dezember 2009 steht das Bad offiziell allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.
In vielen kleinen Details findet sich das Bergbau-Konzept des AQUAparks wieder, zum Beispiel in Armaturentafeln für die „Grubenwarte“, in der die Schwimmmeister ihren Dienst verrichten, oder in historischen Auswringbecken. An die Zeit der Kohleförderung und des Kumpel-Lebens erinnern Großfotos von Bergleuten und Industrielandschaften.
Architekt André Pilling verspricht: „Der AQUApark ist sowohl in seiner Architektur als auch vom Konzept her ein Highlight für Oberhausen und das ganze Ruhrgebiet, die Identität des Ruhrpotts wird erlebbar gemacht.“
Beim Baden können auch die kleinen Badegäste etwas lernen, zum Beispiel, wie das letzte im Bergbau eingesetzte Grubenpferd hieß, oder was eine Lore ist. Im Kinderbereich des AQUAparks schwappt das Wasser von einem solchen Transportwagen in den nächsten. Bubi, eine Nachbildung des letzten aktiven Grubenpferds in Oberhausen, schaut dabei zu.
Das Bad teilt sich auf 13.000 Quadratmetern in drei Bereiche: Sport-Revier, Erlebnis-Revier und Freibad-Revier. Im "Sport Revier" findet der Vereins- und Schulsport seine neue Heimat. Im „Erlebnis-Revier“ bildet der große Förderturm den Mittelpunkt der Attraktionen: Kinderspielbereich mit vielfältigsten Spielideen, Wasserkaskaden aus zwei Loren, Grubenpferd Bubi, zwei riesig dimensionierte Whirlpools, Geysire und der Gegenstromkanal – wer Wasserspaß sucht, findet ihn hier.
Das ist aber noch nicht alles. Denn „Open Air“ bekommt der Gast nicht nur, wenn er den weiteren 9000 Quadratmeter großen Außenbereich, das „Freibad-Revier“ mit dem 380-Quadratmeter-Außenbecken und zahlreichen Attraktionen, betritt. Bei schönem Wetter lassen sich Segmente der Kuppel öffnen und geben dem Gast damit ein ungeahntes Weitengefühl.
Wen es dann hinauszieht, der kann sich durch den Schacht Süd Richtung Freibadbereich begeben. Ein echter Strebausbau mit originalgetreuer Beleuchtung und zechentypischer Ausstattung, Infodisplays mit Fakten über den Bergbau und die Menschen, die von ihm lebten – so wird Geschichte erlebbar gemacht.